Seit dem Fahrplanwechsel taucht in Bern ein neuer Zug auf. Er heisst offiziell TRAVERSO und fährt unter der Flagge der Schweizerischen Südostbahn (SOB). Neu ist damit auch, dass in Bern ein Zug mit dem Ziel Chur abfährt.
Nein, ich habe nicht zur SOB gewechselt: Im Moment führen wir Berner Lokführer und Lokführerinnen der SBB im Rahmen einer Kooperation mit der SOB diesen schönen und modernen Zug über die Stammlinie (Burgdorf-Langenthal) nach Zürich.

Meine ersten Erfahrungen sind positiv: Der Traverso (SOB RABe 526) , der im Prinzip zwei zusammengehängten Flirt 3 ohne Zwischenführerstände entspricht, fährt sehr ruhig und leise.
Wie alle Stadler Fahrzeuge ist er robust und zuverlässig. Insbesondere in den Wochen mit schwierigen Bedingungen – wie z.B. Nasschneefall oder weschselnder Feuchte auf den Schienen im Nebel – hat der Zug durch gute Adhäsion überzeugt.
Ausserdem ist er spurtstark und reagiert agil.

Der Traverso ist 150m lang und darf maximal 160 km/h fahren. Speziell ist, dass er eine Snackecke inkl. Kaffeemaschine an Bord hat.
Technisch fährt er im ETCS Level 1 LS (Baseline 3).
Zu den Stosszeiten werden dem Traverso zwei silberne Kumpane angehängt. Dies sind „normale“ Flirt 3 von je 75m Länge – dann ist man mit 300m und viel Platz für die PendlerInnen unterwegs!

Wie alle unsere Züge, hat auch der Traverso intern schon ein paar Übernamen erhalten. So hört man in den Lokführerdepots die Ausdrücke „Goldfisch“, „Goldi“ aber auch „Rostzug“.














