Alle Beiträge von Amordasini

Eigentlich bin ich Ethnologe mit vertieften Kenntnissen der Philosophie und Ökologie. Den akademischen Betrieb habe ich nach vielen Jahren verlassen und verdiene meine Brötchen nun indem ich Züge durch nahezu die ganze Schweiz führe. Dennoch bin ich dem Wissen und der Neugierde treu geblieben. So interessiere ich mich weiterhin intensiv für die Fortschitte und das Wissen aus allen möglichen Gebieten der Wissenschaften, der Philosophie aber auch für Fragen der guten Lebensführung.

Ich laufe weiter

Ich stehe sehr früh auf.

Ich laufe.

Nicht schnell.  

Aber weit.

Früher ging es um Leistung.

Und darum, gesehen zu werden.

Heute nicht mehr.

Der Körper bewegt sich.  

Der Kopf wird stiller.

Ich erwarte nicht mehr viel vom Laufen.

Kein Fortschritt.  

Kein Ziel.

Nur Schritte.

Nur Draussensein.

Fluchten aus dem Alltag.

Nur Erlebnisse in den Bergen.

Nur Wind und Wetter spüren.

Mikroabenteuer.

Das reicht.

Meistens.

Ich werde älter.

Der Körper merkt das.

Er funktioniert noch.

Das genügt.

Der Kopf ist klarer. 

Ich laufe weiter.

Vom Lärm im Kopf

Reichweite bringt Betriebsamkeit

Reichweite bringt Lärm

Reichweite bringt Sichtbarkeit

Reichweite bringt Unfreiheit

Reichweite bringt Motivation

Reichweite bringt Verlust an Ruhe

Reichweite bringt schnelles Dopamin

Reichweite nimmt langfristig Vitalität

Gewinne Reichweite
Verliere dich selbst

Was macht ein „Katzenstreichler“ im Tierheim?

Unter dem Titel „Mit Geduld und Kamera: Portrait eines Freiwilligen im Berner Tierzentrum“ erschien in der Berner Tierwelt (Ausgabe 41 / 2026) ein Artikel zu meiner Freiwilligenarbeit als „Katzenstreichler“.

Darin ist zu erfahren, dass Katzenstreichler und Katzenstreichlerinnen in ihren Einsätzen nicht nur Katzen streicheln …

1×1 des guten Lebens

Purpose, Lebenssinn, Bedeutung
Bitte etwas weniger Pathos!
Wie wäre es mit dem:
Vom guten Leben

Spannung und Entspannung im richtigen Verhältnis
Die alte Geschichte vom richtigen Mass
Tugend- und Werteorientierung
Staunen, Teilnehmen, Erleben

Bedingung: Genug erholt sein!
Bedingung: Eingebettet sein!
Bedingung: Achtsam sein!
Bedingung: Gesundheit!
Bedingung: Zeit haben!

Seufz – mach’s doch lieber jetzt aber mal konkret!

Freude am Prozess anstatt Fokus auf Ziele
Tätigsein ohne völlige Verausgabung
Die Welt im Kleinen besser machen
Disziplin, Routinen, Gewohnheiten
Beziehungen und Begegnungen
Sich nicht in Macht verstricken
Langsamkeit und Achtsamkeit
Weniger ist oftmals mehr
Nicht zu viel wollen
Genug definieren
Keep it simple
Dankbarkeit
übe täglich

Und nun doch zurück zum Pathos!
Eudaimonia oder Glückseligkeit
Eigentlich gar nicht so schwer?





Lauf des Lebens

In jungen Jahren
wer nicht kämpft, hat schon verloren
Identität im Gegen und Trotzdem
Revolte, Widerstand, Opposition
Vitalität dauernd demonstrieren
Unruhe als Lebenselixier
schaut her: Ich bin hier!

In mittleren Jahren
sich mit dem Gegebenen arrangieren
Besonnenheit wächst mehr und mehr
ruhige Nische gefunden = Jackpot
Unsichtbarkeit tut weniger weh
Verstrickungen minimiert
Beständigkeit als Ziel

In reifen Jahren
besonnen und weich – Kampf und Härte jetzt Torheit
gelassen aus der dritten Reihe kommentiern
Bewusstheit: es ist die letzte Jahreszeit
aussen sanft – innen konsequent
schwindende Kräfte bündeln
Freiheiten riesengross







Priorities

I‘m not rich but I am free
I‘m not important but I am free
I‘m not famous but I am free

I live in a tiny appartement but it‘s enough
I live a quiet life but it is full of adventures
I live slow but I am wide awake

I own less but make more experiences
I own less but feel more connected
I own less but have more purpose

I prefere learning to earning
I prefere travelling to saving money
I prefere beeing outside to the office

I don’t have a house but I am free
I don‘t have a car but I am free
I don’t have a fancy watch but I am free


What‘s important to you?

Mitte des Lebens

Radfahren ohne Option auf Tour de France
Notieren ohne Hoffnung auf Publikation
Laufen ohne Ziel Sub 3 für den Marathon
Geld auf Konto nur als Dekoration
23 Likes pro Post und no Chance for more
Schreiben ohne Traum des Buchpreis‘
Coiffurebesuch ohne Potenzial für tolle Frisur

Fad Fad Fad

Feu sacre erloschen

Plötzlich strahlen dafür sie um so mehr:
Pantanis, Neistats und Amys
Neu: Dieser Neid
Denn die haben es geschafft
Dagegen bleibt unsereins matt


Jetzt oder nie - es bleibt noch Zeit!
… der grosse Töff muss her
… Doktortitel (lieber spät als nie)
… mein Roman, ein grosser Wurf
… seht her: Mein, die junge, blonde Fee
… auf, zur grossen Weltenschau
… von allgemeinem Interesse: meine Biographie
… 10 000 Follower for me or more
… let’s go: Leben ab sofort in Übersee!
… ein Boot, das wäre jetzt toll
… oder ne neue Rockband?

Nicht doch lieber Mittagsschlaf?
Energie nur noch low
Abnahme der Muskelkraft
Ausdauer mehr und mehr minimal
Gleichgewichtssinn: bye bye
und die Libido sowieso
Warum ist heutzutage plötzlich
… alles so grell und schnell?
Und dieser Kater nach bloss zwei Bier!

Zeit für Bilanz - was bleibt?
Ich liebe sie, diese neue Gelassenheit
Dazu plötzlich so ungeniert

Zum Glück auf dem Weg einiges erkannt:
Rolle des Individuums ultra limitiert
Politik zumeist nur unsachlicher Streit
Weltenlauf so huere kompliziert
Die ‚Grossen’ à la Napoleon
… vor allem vom Zufall ernannt

Neu: Fokus auf das nahe Umfeld -
irgendwie nur das so richtig relevant
Besser Wirkung im Kleinen und Vorbild-sein
… anstatt der grosse Tausendsassa-Held
Unendlich zu viel, diese Anmassung der
… angepeilten Rettung der ganzen Welt!

Grosse Entlastung
sowie neue Freiheiten
und was für ne sexy Bescheidenheit!
Wow, am Ende doch positiv?
Danke an euch Illusionen, dass ihr verpufft!

(Doch das Ziehen nach mehr bleibt)




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Zum Bild:
Die Mitte des Lebens gleicht etwas einem Ferientag unter Palmen bei Regen…

Zum aktuellen Weltgeschehen: Leben im Trotzdem (reloaded)

Surreal die aktuellen Bilder.
Wahr soll sein, was nicht mehr denkbar?
Eingeholt hat uns scheinbar die Geschichte.
Ewiggestrige repetieren alte Fehler.
Alle anderen sind nur noch Statisten.

Alles weit weg von unserem Vorzeigeland?
Achtung, auch hier plötzlich superkonkret:
Geht hin, ihr Kriegsfreunde und Maulhelden!
In den Zwischenboden des HB ZH Löwenstrass‘
Da stranden sie in echt – auch grad jetzt.
Weinende Kinder, Alte nur mit Plastiksack.
Denn da ist die Flüchtlingsregistratur.
Da seht Ihr sie, da spürt man es!
Ge- und betroffen zieh‘ ich von dannen
– ist im Fall viel krasser als im TV!

Und, wie leben wir Behüteten mit all dem weiter?
Darf ich hier in Sicherheit noch heiter schreiten?

Es geht mal wieder nur im TROTZDEM

Trotzdem: Routinen Beibehalten!
Trotzdem: Sich auch am Kleinen freuen!
Trotzdem: Den Frühling wach ansehen!
Trotzdem: Mediale Auszeiten!
Trotzdem: Nicht nur konsterniert!
Trotzdem: Offen und menschlich bleiben!

Schwierig, dennoch nicht abzustumpfen!
Schwierig, nicht die Augen zu verschliessen!

Balancehalten ist die Tugend der Stunde.
Bekannt nach Monaten Pandemie-Überlebenskunde:
Corona-heiter-gelassen-Aushalten eingeübt.
Dieser stoizistische Rat war doch in aller Munde.
Zukunftausicht dennoch weiter eingetrübt!

Was uns bleibt = ab in die nächste Runde!

Schön gesagt aber doch nur Worte!
Realität = im Bett gedreht bis zu später Stunde.
Och, diese Zeit, sie macht geschunden!