Schlagwort-Archive: Corona

Zum aktuellen Weltgeschehen: Leben im Trotzdem (reloaded)

Surreal die aktuellen Bilder.
Wahr soll sein, was nicht mehr denkbar?
Eingeholt hat uns scheinbar die Geschichte.
Ewiggestrige repetieren alte Fehler.
Alle anderen sind nur noch Statisten.

Alles weit weg von unserem Vorzeigeland?
Achtung, auch hier plötzlich superkonkret:
Geht hin, ihr Kriegsfreunde und Maulhelden!
In den Zwischenboden des HB ZH Löwenstrass‘
Da stranden sie in echt – auch grad jetzt.
Weinende Kinder, Alte nur mit Plastiksack.
Denn da ist die Flüchtlingsregistratur.
Da seht Ihr sie, da spürt man es!
Ge- und betroffen zieh‘ ich von dannen
– ist im Fall viel krasser als im TV!

Und, wie leben wir Behüteten mit all dem weiter?
Darf ich hier in Sicherheit noch heiter schreiten?

Es geht mal wieder nur im TROTZDEM

Trotzdem: Routinen Beibehalten!
Trotzdem: Sich auch am Kleinen freuen!
Trotzdem: Den Frühling wach ansehen!
Trotzdem: Mediale Auszeiten!
Trotzdem: Nicht nur konsterniert!
Trotzdem: Offen und menschlich bleiben!

Schwierig, dennoch nicht abzustumpfen!
Schwierig, nicht die Augen zu verschliessen!

Balancehalten ist die Tugend der Stunde.
Bekannt nach Monaten Pandemie-Überlebenskunde:
Corona-heiter-gelassen-Aushalten eingeübt.
Dieser stoizistische Rat war doch in aller Munde.
Zukunftausicht dennoch weiter eingetrübt!

Was uns bleibt = ab in die nächste Runde!

Schön gesagt aber doch nur Worte!
Realität = im Bett gedreht bis zu später Stunde.
Och, diese Zeit, sie macht geschunden!

 

 

 

Corona – ein Panoptikum unserer Zeit

Corona – Dystopie wird wahr
Corona – diffuse Ängste nicht rar
Corona – nichts mehr, wie es war
Corona – unsere Schwächen offenbar

Virus setzt dem Staat die Krone auf
Virus gibt Experten Zepter in die Hand
Virus bedeutet des Neoliberalismus′ Untergang
Virus und Normalität wäre plötzlich Luxus

Güterabwägungen allenthalben
Ethische Fragen und Triagen
Krise bis hin zu den Frisuren
An der Börse nur noch Misèren

Tempo und Dichtestress weit weg
Mehr Ruhe und Achtsamkeit
sowie Übungen in Gelassenheit
En vogue plötzlich die Bescheidenheit?

Homeoffice, Homeschooling
Streaming und Internet-Konferenz
Bildschirmzeit schwillt an
Der Datensammler Kassen klingeln

Zu Hause sitzt man zuhauf
Papi nun auch mal daheim
und neu nun er plötzlich weiss,
was Mamisein tatsächlich heisst!

Pflege, Verkauf oder Transport
Wenige wirklich systemrelevant
All denen im Medizinsystem
Hochachtung und grösster Dank!

Grenzen der Globalisierung nun erkannt?
Sollen sie weiter so migrieren –
die Waren, Menschen und Tiere?
Nicht doch besser zurück zum Lokalen?

Und weiter so die Welt konsumieren?
Nein ertönt zu Statusgebluff à la Vielflieger
Zwang und Chance zur Neuorientierung:
Zerbrochen pseudo Wertsysteme

Virus und der Wachstumswahn entzwei?
Virus und Solidarität wird zu mehr als Modewort
Virus vernebelt den Klimaschutz
Virus und temporär, ne Luftreinheit wie am Meer

Corona – sind wir echt für Veränderungen bereit?
Corona – oh je: Nationalismus offenbar nicht passé?
Corona – endet es mal wieder nur im grossen Streit?
Corona – ob das Gute bleibt? Geschichte lehrt: Bloss vielleicht!

 

 

 

 

Corona-Schweiz: Ein Fotobeitrag

Während die Mehrheit zu Hause bleibt, fahren wir Eisenbahnerinnen und Eisenbahner weiter – auch wenn gar die sonst vollen ICs zu Geisterzügen werden.

Manchmal sagen Bilder mehr als 1000 Worte…

 

Geisterbahnhöfe überall, hier das Beispiel Zürich am frühen Samstagabend:

Gar in den sonst arg ausgelasteten ICs fast ein Wagen pro Passagier. Die Züge fahren entlang von leeren Perrons ein:

In den Personalrestaurants wird Social Distancing gross geschrieben:

IMG_5207
Die Kantinen der SBB haben zwar noch offen. Alle sitzen jedoch an ihrem eigenen Tischchen, umgeben von leeren, abgesperrten Tischen – jedem seine Tischinsel und die damit überzähligen Stühle scheinen auf bessere Zeiten zu warten.

Die Flughäfen präsentieren sich auch zu den Hauptverkehrszeiten wie in dystopischen Filmen – hier das Beispiel des Flughafens Genf am sonst sehr gut frequentierten frühen Sonntagabend:

 

IMG_5336

 

IMG_5332
Hier wäre zur Zeit im Normalfall den Autos der rote Teppich ausgelegt – es wäre gerade Autosalon und auf diesem Teppich vielen Menschen schöne Wagen präsentiert.

Scheint, als ob nur noch die Eisenbahn die Stellung halten würde: