Frage der Woche

Warum sind wir gemäss Platon erst glücklich, wenn wir kugelrund sind?

  1. Platon war ein Hedonist.
    Daher betonte er Lust und Freude. Ein Zeichen eines gelungenen Lebens ist es folglich, wenn man an dessen Ende satt und kugelrund ist.
  2. Platon ist bekannt für seine Ideenlehre (s. Höhlengleichnis).
    Er ging davon aus, dass es zu jedem realen Ding eine ideale Vorstellung gibt. Die Kugel ist dabei die höchste dieser reinen Ideen, da sie vollkommen harmonisch ist. Daher sollen wir Menschen uns diesem Ideal annähern und möglichst kugelrund werden.
  3. Ein Kugelwesen zu sein, ist die höchste Form der Liebe.
    Wir sind erst dann komplett, wenn wir uns mit einem Partner oder einer Partnerin vereinen und so zur Kugel werden.

 

Auflösung:

Richtig ist 3.

Wir alle waren in der Vorzeit nach Platon Kugelwesen, die halbiert wurden (im Symposion (380 v. Chr.) vorgebrachte, mythische Vorstellung, welche er dem Komödiendichter Aristophanes in den Mund legt).

Seither sucht ein jedes seine andere Kugelhälfte, sein Gegenstück. Das ist gemäss Platon die höchste Form der Liebe: Erst, wenn wir die andere Hälfte wiedergefunden haben, sind wir ganz.

Viel Glück beim Suchen bei 6 Milliarden Menschen und nur gerade einer passenden anderen Hälfte!

 

Bravo Sarah und Michu.

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