Mensch als soziales Wesen – ein bisschen Theorie

Seit langer Zeit denken Menschen darüber nach, wie wir das Zusammenleben untereinander am besten organisieren können. Zuerst waren es Mythen, religiöse Überzeugungen, und überlieferte Traditionen, die diesbezüglich den Ton angaben. Später, vor allem durch die ersten griechischen Philosophen, löste sich das Denken von diesen überlieferten Dogmen und Geboten und es wurde auch abstrakter, systematischer sowie theoretischer darüber nachgedacht, wie gutes Zusammenleben unter den Menschen organisiert werden könnte.

Die grundsätzlichen Ideen und Lehren aus der Antike wurden verfeinert und einige Konzepte kamen (und kommen immer wieder) hinzu, während vieles, was sich seit Jahrtausenden bewährt hat, in die weitere Diskussion integriert wird.
So wurde etwa die Idee der Gerechtigkeit bereits bei den Griechen stark diskutiert, während in den letzten Jahrzehnten das Konzept zum Beispiel um die Begriffe Fairness oder Chancengleichheit erweitert wurde.
Erweitert wurde auch der Kreis, den man bei solchen Überlegungen mit einbezieht: So war auch noch bei den Griechen hauptsächlich eine männliche Elite Ziel – und Urheber – der ethischen Diskurse, während heutzutage auch Tiere bis hin zu ganzen Ökosystemen und schliesslich der ganze Planet eine Rolle bei solchen Überlegungen spielen.

Schon nur diese kurze Einleitung zeigt, dass es schnell kompliziert wird: Befasst man sich heute mit den philosophischen Diskursen zum Thema, wird es umgehend unübersichtlich. Daher sollen hier ganz stark vereinfacht lediglich die wichtigsten Konzepte aus der Diskussion – ohne abschliessend sein zu wollen – zusammengestellt werden. Denn es es soll schnell wieder konkret werden!

Um die später folgenden Ansichten und konkreten Ideen für ein sinnvolles Zusammenleben als Menschen als soziale Wesen, eingebetet in ein weiteres Umfeld, eine nachvollziehbare Basis geben zu können, müssen in den nächsten Texten der Serie trotz der Komplexität und „Trockenheit“ der Themen, folgende grundlegende Fragen kurz näher betrachtet werden:*

Die beiden Hauptrichtungen der Ethik: Rechnen oder die Pflicht befolgen?

Kann ich wirklich tun, was ich will?

Kann ich mir wirklich frei eine Meinung bilden?

Wie gelangen wir zum bestmöglichen Wissen?

Welche Gefahren hat das wissenschaftliche Wissen?

Was bleibt? Plädoyer für freies Denken und eine holistische Weltsicht

 

*Dies ergänzend und vertiefend zu den bei den Grundlagen (siehe dazu Teil 1, Teil 2 und Teil 3) bereits gemachten Verortungen.

Sustine et abstine (16) – der Mensch als geselliges Wesen (2)

Ein Gedanke zu „Mensch als soziales Wesen – ein bisschen Theorie“

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