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Eigentlich bin ich Ethnologe mit vertieften Kenntnissen der Philosophie und Ökologie. Den akademischen Betrieb habe ich nach vielen Jahren verlassen und verdiene meine Brötchen nun indem ich Züge durch nahezu die ganze Schweiz führe. Dennoch bin ich dem Wissen und der Neugierde treu geblieben. So interessiere ich mich weiterhin intensiv für die Fortschitte und das Wissen aus allen möglichen Gebieten der Wissenschaften, der Philosophie aber auch für Fragen der guten Lebensführung.

Im falschen Leben – eine Parabel

Bei den anderen sieht es so locker aus. Während sie vom Brückengeländer abspringen, breiten sie einfach die Flügel aus, flattern ein, zwei Mal und schon werden sie von der Luft getragen. Es sieht aus, als wäre es das Einfachste der Welt, als ob sie nichts dabei überlegen müssten.

Bei mir ist es anders. Ich habe jedes Mal das Gefühl, als spränge ich ins Leere, in einen Abgrund. Im Moment, wo meine Füsse den Kontakt zum steinernen Brückengeländer verlieren, kriege ich Panik. Es ist, als spränge ich ins Nichts. Die ersten zwei Flügelschläge führe ich jeweils hektisch aus. Danach geht es besser, die Luft trägt auch mich leicht. Doch zuerst ist immer diese Angst, dass sie mich nicht halten kann und ich zur Erde falle.

Ich wünschte mir sehr, dass unsere Kolonie an einen anderen Ort ziehen würde, dass ich nicht immer von so weit oben starten müsste, wenn wir ausfliegen. Die Brücke ist hoch, ich versuche jeweils beim Starten nicht nach unten zu schauen. Die anderen schauen mich schon komisch an. So bin ich doch eine erfahrene Fliegerin und weit oben in den Lüften eigentlich eine der Agileren. Wären da nur nicht die Starts und die Flüge nahe am Boden oder knapp über dem Meer.

Meine Kolonie ist umgezogen. Wir leben nun am Boden, haben einen schönen Teich, werden regelmässig gefüttert. Es ist zwar kühler hier, doch mir macht dies nichts aus. Auch nicht, dass uns ab und zu die längsten Schwungfedern gerupft werden. Viele sind unzufrieden und äussern sich ungehalten über unser neues Habitat. Viele beklagen sich auch, dass wir nicht mehr fliegen. Mir gefällt es, ich bin glücklich hier.

Und wir werden auch nicht mehr von Fischern verjagt. Ganz im Gegenteil, wir sind nun gar etwas prominent. Gerade gestern las ein Kind das Schild am Zaun laut vor: „Flamingos (Phoenicopteriformes), Vorkommen Süd-, Mittel- und Nordamerika sowie Europa, Afrika und Südwestasien. Bevorzugte Nahrung: Plankton, Fische, Krebse, Muscheln und anderes Kleintier des Meeres, Samen, Wasserpflanzen.“

Geheimnisse der Pünktlichkeit

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Alles läuft nach Plan – der Dispozug zu Bern steht im Gleisfeld (hintere rote Re460).

Warum sind die Bahnen in der Schweiz so viel pünktlicher und zuverlässiger als in den meisten anderen Ländern?

Nein, unsere Züge und Infrastruktur sind nicht entscheidend besser oder störungsfreier. Nein, wir fahren nicht besser, die Passagiere steigen nicht schneller um.
Es sind viele Mosaiksteine, die als Gesamtbild ein Uhrwerk ergeben, das nahezu perfekt läuft.

Zwei Mosaiksteine in dieser Maschinerie heissen Dispozug und Reserve. Was hinter diesen zwei Fachausdrücken steckt, wird in unten stehendem Text erläutert.

Sie stehen in den Gleisfeldern aller grosser Bahnhöfe. Getestet, Bremsen geprüft und mit einem Lokführer oder einer Lokführerin besetzt. Wenn ich diesen Dienst habe, mache ich es mir meist im ersten Wagen hinter der Lok gemütlich. Doch, Murphys Law gemäss, kommt gefühlt genau immer dann ein Telefon, wenn ich ein Schläfchen machen will oder viele Dokumente zum Ordnen ausgebreitet habe. Und dann muss es schnell gehen. „Bist du auf dem Dispozug? Ich brauche ihn um 6:32 Uhr für nach Zürich, der Regelzug hat 12 Minuten Verspätung“. Dann wird es hektisch – abklären, wie ich vom Gleisfeld in den Bahnhof komme, alleine oder mit Rangierpersonal? Je nach Abfahrtsgleis geht dies direkt oder man muss noch gegen Westen abkreuzen gehen. Fahrordnung und Ähnliches muss im Intranet gesucht werden. Absprachen mit Rangierpersonal, Fahrdienstleiter und Zugpersonal sind nötig. Reicht es auf die geplante Abfahrtszeit oder müssen wir eine Verspätung bekannt geben?
Dann geht es los, der Zug rollt ans Perron und übernimmt für den verspäteten regulären Zug – die Passagiere, die in Bern zusteigen wollen, merken nichts, ausser, dass eine Durchsage erfolgt, dass der Zug in geänderter Form einfährt. So fährt der IC pünktlich um 6:32 Uhr in Bern ab – der eigentliche IC, der so genannte Stammzug, ist dann aber erst in Schmitten!

Dispozüge gibt es in der Schweiz insgesamt elf. Sie stehen in allen grossen Bahnhöfen. In Bern und Zürich hat es gar deren zwei – einen für den Fernverkehr und einen für den Regionalverkehr. Und es kommt oft vor, dass ein Dispozug leer an einen anderen Ort fährt und dann da für einen verspäteten Zug einspringt. Ein top eingerichtetes Rückfallsystem.

Der Dienst als Lokführer oder Lokführerin des Dispozuges ist somit eine Wundertüte. Der eine Lokführer bereitet den Zug im Falle von Bern kurz vor fünf Uhr im Gleisfeld vor und bleibt dann bis gegen 13 Uhr da. Dann wird er von einer nächsten Lokführerin abgelöst, die bis kurz nach 20 Uhr auf dem Zug ist. Der Zug muss zwischen sechs und 20 Uhr abrufbereit sein. Ob man ausrücken muss, hängt auch von der Witterung ab. Ist es sehr kalt oder heiss, muss man eher ausfahren. Insgesamt stehen die Chancen, dass man einen ruhigen Dienst hat wohl so bei 50%.

Dasselbe gilt für die Reservedienste. Hier ist aber die Wahrscheinlichkeit auf wenig Arbeit sehr klein, irgendwas muss man fast immer tun. Reserve gibt es gar rund um die Uhr und in den grösseren Bahnhöfen sind ausser zu Randzeiten immer mehrere Reservisten oder Reservistinnen parallel eingeteilt. Um was geht es da? Ähnlich wie beim Dispozug handelt es sich um sofort einsatzbereiten Ersatz. Jedoch wird damit nicht ein Zug, sondern ein Kollege oder eine Kollegin ersetzt. Dies einerseits, wenn jemand kurzfristig krank ist oder wegen einer Störung oder Verspätung nicht mehr am richtigen Ort erscheinen kann oder die maximale Lenkzeit erreicht hat. Auch hier ist es ein Dienst, der einer Wundertüte entspricht: Mal ist es gemütlich und man kann stundenlang im Reservezimmer rumsitzen, andere Male muss man sofort nach Ankunft zum Dienst im Bahnhof um 3:20 Uhr aufs Taxi und in einem anderen Bahnhof jemanden ersetzten. Auch in der Reserve wird es ab und zu hektisch, da man teils umgehend einspringen muss oder nicht alle nötigen Unterlagen hat und so im Intranet für eine Fahrt noch kurz vor Abfahrt suchen muss.

Wann immer ich in Bern die Schanzenstrasse mit Blick auf das Gleisfeld runtergehe, schaue ich automatisch zum Gleis, in dem der Dispozug seinen Stammplatz hat, und weiss sofort, ob heute alles rund läuft oder es irgendwo geklemmt hat und der Dispozug in den Einsatz gehen musste. Wirklich immer, egal ob ich in den Dienst gehe oder auf dem Weg zu was ganz Anderem bin, muss ich einfach nachschauen, ob der Dispozug da ist oder nicht – eine klassische Déformation professionelle und, falls ich Begleitung habe, kennt diese dann sicherlich ein Geheimnis der Pünktlichkeit unseres Bahnsystems mehr!

Martin der Absolvent

Martin hat sich an der Uni eingeschrieben. Er ist seit einem Jahr Student. Mit viel Elan widmet er sich der Psychologie, Philosophie und Literaturwissenschaft.

Man sieht ihn oft mit Büchern im schmucken Café in der Nähe der Universität, welches nach einer altgriechischen Gottheit benannt ist. Mehrmals in der Woche sitzt Martin da, meist vor einem  dieser kleinen aber starken arabischen Kaffees im Gläschen.

Trotz seiner regelmässigen Besuche im Café kommt Martin voran. Nach sechs Jahren hat er es geschafft: Abschluss – Martin ist nun Absolvent, Psychologe mit Diplom.

Abgesehen vom Stolz in seiner Brust ändert sich wenig. Man sieht Martin weiterhin oft im Café mit dem klingenden Namen aus der griechischen Götterwelt, nun etwas mehr hinter einer Zeitung als in ein Buch vertieft. Des Öfteren ist er nun sogar zweimal am Tag da, er ist ja schliesslich nun Absolvent – also auf Arbeitssuche und die vielen Zeitungen des Cafés ermöglichen die Sichtung vieler Stelleninserate.

Bewerbung fünf kommt wieder zurück. So auch Nummer elf und zwölf. Doch für einen Absolventen auf Arbeitssuche wird in diesem Land anfangs der 2000er Jahre gesorgt. Auf den Sozialstaat ist Verlass – Martin kann in aller Ruhe weiterhin arabischen Kaffee aus kleinen Gläschen trinken.

Bewerbung 16 schlägt ein. Martin freut sich – ging ja schneller als bei manchen anderen mit demselben Abschluss.

Das bringt ihn an genau denselben Tisch, an dem er zum Absolventen wurde: Martin hat ein Vorstellungsgespräch an dem Institut, an dem er studierte. Perfekt: Bleiben an der Alma Mater erscheint in Griffnähe.

Das Gespräch läuft gut. Martin wählt die Worte gezielt, die vor dem Spiegel eingeübte Mimik wirkt überzeugend und der extra für das Gespräch gekaufte Anzug unterstreicht seine Seriösität. Martin wird Doktorand.

„Wow, Martin, du bist dabei!“, meint eine Exkommilitonin – pardon, mittlerweilen auch eine Absolventin mit Diplom (auf Arbeitssuche) – als sie Martin zufällig auf seinem gewohnten Gang von der Uni zum Café mit dem Namen einer Bewohnerin des Olymps trifft.
„Ja, es gefällt mir sehr“ – „sehr“ ist auch das passende Adjektiv für seinen Einsatzwillen am Institut. Martin macht kurze Mittagspausen und löscht spät das Licht im Büro. Auch in der Lehre engagiert er sich intensiv.

Und trotzdem sieht man ihn noch mehr als zu Studentenzeiten oder als Absolvent in seinem Stammcafé. Nun ist er gar an den Wochenenden regelmässig da. Und dann sieht man ihn oft durch das grosse Fenster gar noch gegen das Ende der Öffnungszeiten.
„Du bist noch viel in dem Café da an der Ecke, du weisst schon, das mit dem arabischen Kaffee“, spricht ihn besagte Kommilitonin ein paar Wochen später auf der Strasse mal wieder an.

„Ja“, meint Martin und ergänzt etwas errötet: „ Ich arbeite jetzt da, sonst kann ich mir als Doktorand den Kaffee da ja nicht mehr leisten…“

Frage der Woche

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Alles läuft rund – der Dispo-Zug Fernverkehr zu Bern steht im Gleis K2 (linke rote Re460).

Heute wird es kurz und knapp:

Was ist ein Dispo-Zug?

Kleine Hilfestellung:
Es gibt ihn nur in den grösseren Bahnhöfen. In Bern steht er an guten Tagen im Gleisfeld K, an schlechten Tagen sieht man ihn nicht.

Auflösung

Der Auflösung der Frage ist der Text Geheimnisse der Pünktlichkeit gewidmet.

Kleines ABC der Eisenbahnsprache (Teil 1)

Wir Eisenbahner und Eisenbahnerinnen pflegen eine eigene Sprache. Folgende Wörter sind dabei zentral (Teil 1, Teil 2 findet sich hier):

  • Abschuss
    = wenn ein Sicherheitssystem den Zug mittels Schnellbremsung angehalten hat (kann wegen Fehler LokführerIn oder technischer Störung passieren)
  • Abspitzen / die Spitzkehre machen
    = wenden
  • Abstossen
    = einen Zugteil, der nicht gekuppelt ist, durch Bremsen des Triebfahrzeuges alleine weiterrollen lassen
  • An der Front
    = Mitarbeitende, die im Betrieb und nicht im Büro arbeiten (für die im Büro gibt es auch interessante Ausdrücke, doch die sind nicht grad nett, so dass ich die lieber weglasse)
  • Anfahren
    = z.B. mit der Lok zum Kuppeln an Wagen heranfahren bis sich die Puffer berühren
  • Aufschneiden
    = nein, nicht Bluffen, sondern, wenn eine Weiche in der falschen Stellung (= Lage) befahren wird
  • Besetzte Einfahrt
    = wenn wir auf ein Gleis fahren, auf dem schon andere Fahrzeuge stehen
  • „Chäsli“
    = Kurzpause von 20 Minuten (war früher mit einem runden Kreis in der Einteilung ersichtlich, eben, ein runder Käse)
  • Das Kissen anhören
    = in Frühschicht wichtig: Etwas im Ruhezimmer schlafen gehen
  • Fachausdruck für das Totmannpedal
    = Schnellgang
  • Fiesling
    = Bremseinsatzpunkt auf Strecken mit Führerstandsignalisation (ETCS Level 2), siehe dazu –> Mit 200 km/h auf der NBS unterwegs
  • Fluchtfahrt
    = mit einem Zug ins Gleisfeld und zurück fahren, damit ein Perron für einen anderen Zug frei wird
  • Für BernerInnen: An den Prellbock gehen
    = nach Zürich fahren (leider, seit man auch noch weiter kann (Durchmesserlinie), nicht mehr so gebräuchlich)
  • Heizer
    = Lokführer in Ausbildung (je nach Ausbildungsstand auch Fühergehilfe resp. Lokführeraspirant genannt)
  • Küche
    = Kantine
  • Lea
    = eigentlich LEA: Lokpersonal Electronic Assistant – des Lokführers wichtigstes Werkzeug, ein iPad auf dem wir alle für eine Fahrt relevanten Infos entnehmen (für mehr Details siehe: https://stories.sbb.ch)
  • Tour
    =  der Tagesplan eines Arbeitstages
  • Überfuhr
    = wenn ein Zugteil geschlossen mitgenommen wird
  • Übergang
    = die Ruhezeit zwischen zwei Schichten
  • Überwerfung
    = eine Brücke zum Überqueren von anderen Gleisen (z.B. Durchmesserlinie Zürich)
  • Unterschied zwischen Kreuzung und Zugbegegnung
    = Kreuzung findet auf eingleisiger Strecke statt (ein Zug muss ausweichen); Zugbegegnung ist, wenn sich Züge auf einer mehrspurigen Strecke treffen
  • Vorziehen
    = wenn der Lokführer oder die Lokführerin mit dem Zug in einem Gleis ein Bisschen nach vorne fahren darf, z.B. bis ein Signal sichtbar wird
  • Zwergsignal
    = diese kleinen dreieckigen Signälchen am Boden; sind beim Rangieren zentral

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    Ein Zwergsignal im Bahnhof Brig

 

No-Gos:

  • Gas geben
    –> ein Lokführer oder eine Lokführerin erhöht die Zugkraft
  • Zug fahren
    –> das machen die Passagiere – vom Führerstand aus wird ein Zug geführt

Die war Teil 1 des Wörterbuches – weiter geht es hier.

 

Frage der Woche

 

Mit dem 1895 erschienen Roman Die Zeitmaschine begründete H. G. Wells den modernen Science-Fiction-Roman.

Darin reist ein Wissenschaftler in das ferne Jahr 802701 n. Chr.
Dort trifft er auf eine zweigeteilte Gesellschaft: Oberirdisch leben idyllisch die Eloi, unter der Erdoberfläche fristen die Morlocks ein tristes Dasein. Letztere sind es, welche die ganze Arbeit verrichten müssen.

Wells kritisierte mit dieser Beschreibung die extreme Zweiklassengesellschaft seiner Zeit (Viktorianisches Zeitalter in England).

Gibt es auch heute Eloi und Morlocks?

 

Gar in die bekannte US-Fernsehserie The Big Bang Theory haben es die Morlocks geschafft (Verlinkung auf Youtube):

 

Auflösung:

Tja, hier stellte sich eine Frage, die nicht einfach so beantwortet werden kann. Es hängt von der Gewichtung, Bewertung und vom Blickwinkel ab, wie fest wir unsere heutige Zeit resp. Gesellschaftsordnung als egalitär bewerten oder eben nicht.

Am besten beantwortet dies jeder und jede für sich.
Als Anregung möchte ich nur ein paar Stichworte mitgeben: Nord-Süd-Gefälle, Digital Gap / Access, Altersdiskrimierung, neue globale Eliten, Geschlecht, Lohnschere, Migration, Sweatshops und ähnliches.

Was meinst Du, vieles nur Hysterie oder hat es da schon auch die eine oder andere Zweiteilung, die ins Gewicht fällt? Ich bin gespannt auf Deine Einschätzung!

„Nickel“ – 5 Minuten für die Sprachverständigung

 

Etwas vom Schönen bei der SBB ist, dass wir die Sprachgrenzen überwinden. Dies einerseits im wörtlichen Sinne mit den Zügen und andererseits durch den Kontakt der Mitarbeitenden untereinander.
So war auch ich anfangs meiner Zeit als Lokführer längere Zeit in der Romandie stationiert. Und auch heute noch fahre ich mehrmals in der Woche in die französsichsprachige Schweiz.
Ausserdem gibt es keinen Tag, an dem ich nicht mit Mitarbeitenden aus einer anderen Sprachregion auf dem Zug eingeteilt bin oder in den Pausenlokalen auf Andersprachige treffe.

Wer so lebt, dem fällt auf, dass frankophone Kollegen und Kolleginnen ein paar Ausdrücke in nahezu jede Konversation einflechten. Kennt man diese Ausdrücke, fällt die Sprachverständigung viel leichter:

  • tu m’étonnes !
    = das wundert / erstaunt mich gar nicht
  • impeccable
    = einwandfrei, tipptopp
  • c’est nickel ! oder einfach „nickel !
    = das ist super
  • ne t’inquiètes pas
    = beunruhige dich nicht, mach dir keine Sorgen
  • bosser
    = arbeiten, meist im Sinne von „schuften“ oder „malochen“ verwendet

Reminder: Der Überlebende – die Geschichte einer Passion

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Mit diesem Text begann der Blog. Und, da es nach wie vor mein Lieblingstext des Blogs ist, erlaube ich mir, ihn hier nochmals in Erinnerung zu rufen.

Hast Du dich auch schon gefragt, warum manche Menschen einer Sache sehr intensiv nachgehen, richtiggehend getrieben zu sein scheinen? Kennst Du das oder ist dir das eher fremd? Wie kommt mensch zu einer solchen Passion? Und was geschieht, wenn sie nicht mehr da ist?

In der hier vorgestellten Kurzgeschichte habe ich ausgehend von eigenen Erfahrungen eine vertiefte Verarbeitung des Themas versucht. Ich wünsche viel Lesevergnügen!

Der Überlebende

Schaut her !

Ein um ein Jahrzehnt älterer Nachbarssohn brachte ein hochtechnisches Bergvelo aus Amerika mit. Dies sorgte in unserem Dorf für Aufsehen. Nicht nur wir Jüngeren bestaunten es in der elterlichen Garage ausgiebig. Wie auf einem Altar wurde es hoch oben auf einer Werkbank präsentiert. Ungläubig fragten wir immer wieder nach, ob es wirklich 15 Gänge habe. Damals hatten die Velos in der Schweiz maximal zehn Gänge. Unvorstellbar, was man mit 15 davon machen könnte.

Irgendwann konnte ich mir aus einer Kombination von angesammeltem Taschen- und Geburtstagsgeld sowie von bezahlter Samstags- und Ferienarbeit auch so ein Bergvelo, inzwischen auch Mountainbike oder schlicht MTB genannt, kaufen. Dieses hatte sogar 18 Gänge.

Weiterlesen?

–> bitte PDF öffnen

Der_UEBERLEBENDE_pdf

 

 

 

 

Frage der Woche

 

Heute geht es in die Physik – die Frage ist aber nicht physikalischer Natur, sondern wissenschaftsgeschichtlich.

Die oben stehende Formel beschreibt den Schwarzschild-Radius.

Kurz gesagt wird mit dem Schwarzschild-Radius der Radius, auf den man eine kugelförmige Masse „komprimieren“ muss, damit sie zum Schwarzen Loch wird, beschrieben..
Unsere Sonne müssten wir z.B. auf einen Radius von ca. 3km „zusammendrücken“, dann wird ihre Gravitation so gross, dass ihr nichts mehr entfliehen kann. Nicht einmal mehr Licht kann weg (die nötige Fluchtgeschwindigkeit wird grösser als die Lichtgeschwindigkeit). Die Sonnenmasse auf einem Radius von 3 km wäre dann eben ein Schwarzes Loch.
Verwirrt? Gut so, denn die Frage dreht sich nur um den Namen des besagten, in Englisch auch „gravitational radius“ genannten, Phänomens und es darf gerne auch einfach geraten werden.

Warum heisst der“gravitational radius“ausgerechnet Schwarzschild-Radius?

 

  1. Es geht um Schwarze Löcher, daher heisst er so.
  2. Ein Schwarzes Loch stellte sich Einstein wegen der starken Raum-Zeitkrümmung, die es verursacht, als „Schwarzes Schild“ vor.
  3. Schwarzschild hiess der Physiker, der dies als erster berechnete.
  4. Das Universum könnte als Ganzes ein Schwarzes Loch sein, daher ist es eine Formel, die uns schwarz sehen lässt.

Bonusfrage:
Wir lasen oben, dass die Sonnenmasse in einer Kugel von 3 km Radius zum Schwarzen Loch wird – was schätzt Du, auf welchen Radius müssen wir die Erdmasse „komprimieren“? Tipp – es ist unglaublich klein.

Auflösung

3. ist richtig:
Karl Schwarzschild (1873 geboren) errechnete 1916 als erster den gravitationalen Radius eines Sterns – eben, den Radius, der ihn zum schwarzen Loch machen würde. Ja, den Stern, nicht Karl.

4. Hat auch was – es gibt Theorien und Berechnungen, dass das Universum ein Schwarzes Loch sein könnte. Aber eben, die haben nichts direkt mit Karl Schwarzschild zu tun , da sie viel neuer sind. Und wir müssen auch nicht schwarz sehen deswegen, weil es auf unsere Daseinsebene und unseren Zeithorizont keinen Einfluss hat – wir haben genug andere Probleme (siehe dazu auch Schwierigkeiten der Ontologie – das Drei-Ebenenproblem).

Bonusfrage:
Die Erde wäre ab 8.8 mm ein Schwarzes Loch!

 

Mit 200 km/h auf der NBS unterwegs

Kurz nach Bern wird es lärmig im Führerstand. Du bist im Grauholztunnel. Du kannst den Zug, nachdem der letzte Wagen die Kurve im Tunnel mit 140 km/h fertig gefahren hat, auf 160 km/h beschleunigen. Die Blocksignale sind alle grün, also freie Fahrt. Es rumpelt, der Fahrhebel ist ganz vorne: „Hebel heiss“. Im Tunnel ist es immer trocken, so dass die Re 460 ihre fast 8000 PS ausnützen kann und den IC nach Zürich bald schnaubend auf die 160 km/h beschleunigt hat. Im Tunnel merkst du nicht recht, wie schnell das ist. Du konzentrierst dich auf die kleinen Signälchen, die in regelmässigen Abständen an der Tunnelwand montiert sind: Grün heisst weiter mit 160 km/h. Orange und eine Zahl darunter heisst bremsen. Nur orange heisst sehr stark bremsen, nächstes Signal rot, also zu und du müsstest anhalten. Du kennst den Standort der Signale genau, weisst genau, wann du wieder ein aus Platzgründen kleines Lichtsignal im dunklen und kurvigen Grauholztunnel erwarten musst. Du zählst durch, auch das fünfte, das Mattstetten ankündigt, ist grün. Die Startrampe für die NBS steht. Ginge es über Burgdorf wäre das letzte Signal im Tunnel orange mit einer 12 darunter. Dann müsstest du bremsen, um 120 km/h beim nächsten Signal erreicht zu haben, da es über eine Weiche links weg ginge, auf die alte Strecke.

„Biep“ und weiss auf schwarz, in dieser typischen 1990er Computerschrift, die noch stark an die Schreibmaschine erinnert, erscheinen die Worte „Ankündigung Level 2“ auf dem Bildschirm in der Mitte des Führerstandes. So unspektakulär wird die Einfahrt auf die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke, eben, besagte Neubaustrecke Mattstetten – Rothrist (NBS), im Führerstand angekündigt. Dabei handelt es sich jedoch um eine Revolution, denn schon bald erfolgt die Einfahrt in den ETCS Level 2 was für dich als Lokführer bedeutet, dass du nun die Signale auf dem Bildschirm zu befolgen haben wirst und nicht, wie du es gewohnt bist, draussen Signale stehen. „Biep“ und „Einfahrt in Vollüberwachung“. Schon siehst du die nächste Ankündigung auf dem Bildschirm: Die Fahrstrasse steht, du kannst in die NBS einfahren.

Du beobachtest wie der Computer den Levelübergang macht: Die Anzeigen auf dem Bildschirm wechseln, du kriegst eine blaue Streckenvoraussicht, einen grauen Bogen auf dem Tacho und eine 2 wird angezeigt. Alles in Ordnung, die Streckenvoraussicht zeigt dir an, dass der Zug vor dir genug weit weg ist und die Fahrerlaubnis für mehrere Kilometer reicht. Der graue Bogen zeigt dir die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an und die 2 unten bestätigt, dass die Bordelektronik auf Level 2 umgeschaltet hat. Und das Wichtigste, der „Fiesling“, der den Punkt anzeigt, wo du spätestens bremsen musst, falls eine Geschwinigkeitsreduktion angeordnet ist, steht weit oben. Dieses kleine gelbe Dreieck wirst du bis zur Ausfahrt aus der NBS scharf wie ein Adler im Blickfeld behalten. Denn, kommt es gegen 500m vor dem aktuellen Standort, musst du umgehend bremsen. Im Moment steht es jedoch bei fast 6 Kilometern. Du wartest bis auch der Zugschluss auf der Neubaustrecke ist. Alles stimmt, die Innensignalisation erlaubt 200 km/h. Spiegel raus und Zugskontrolle. Nun kannst du beschleunigen. Die Lok strengt sich wieder voll an, von 160 km/h auf 200 km/h zu kommen, ist ein riesiger Effort.

 

200 km/h erreicht. Das Brechen und die Verwirbelungungen der Luft machen ohrenbetäubend Lärm. Ohne druckdichte Kabine wäre es nicht auszuhalten. Anfangs fandest du das Tempo krass. Insbesondere die Begegnung mit dem Gegenzug ist beeindruckend. Doch es ist verblüffend, wie schnell man sich daran gewöhnt. Heutzutage, nach mehreren Hundert Fahrten auf der NBS, ist es reine Routine. Es gibt Tage, da fährst du gleich zweimal in jeder Richtung über die NBS. Eher monoton, weil nicht viel zu tun. Abgesehen vom Lötschberg (und Gotthard, den du aber nicht fährst), gibt es keinen Streckenabschnitt, bei dem du so lange gleich schnell fahren kannst.

Nun bist du bei Lyssach und der Zug darf längere Zeit 200 km/h fahren. Bei den vielen Streckenabschnitten entlang der A1 scheinen die Autos mit ihren 120 km/h still zu stehen – du überholst sie scheinbar fliegend. Nun geht es krass runter, bremsen ist nötig, damit der Zug nicht zu schnell wird. Die Kräfte sind gross, so bald es runter geht, drücken die 600 Tonnen hinten heftig: Emmenquerung – ein Tunnel, bei dem es steil runter und dann so gleich wieder steil rauf geht. Eben, unter der Emme und auch gleich noch unter der Autobahn A1 durch. Eine richtige Berg- und Talfahrt. Konkret geht es hier 17 Promille runter – also richtig steil für einen Zug, fast so steil wie auf einer Bergstrecke. Und kurvig ist es auch, doch die Gleise haben einen Radius, der immer 200 km/h erlaubt.
Verzweigung Wanzwil: Schnellfahrweiche, in jeder Lage mit 200 km/h fahrbar. Das ist beeindruckend, nicht mal die Weiche im Lötschberg kann das. Du fährst durch viele Tunnels, doch sie sind recht kurz, meist um einen Kilometer lang, was bei 200 km/h schnell durch ist. Nur zwei dauern etwas länger. Mal fährst du etwas vertieft im Boden, oft aber mit freiem Blick auf Feld, Wald und Wiesen. Ortschaften siehst du kaum, diese werden untertunnelt.

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Ein Zug fährt von Ost nach West über die NBS bei Mumenthal.

Schon bist du in der Gegend, in der du aufgewachsen bist: Tunnel Thunstetten, Grundwasserwanne Langenthal West, eine Betonwanne zum Schutz des Grundwassers, sollte mal ein Güterzug Leck schlagen, und dann der Langenthaltunnel. Et voilà, für einen Bruchteil einer Sekunde sind die Keltengräber sichtbar. Einen ganz kurzen Moment kannst du nun gar die Häusergruppe Mumenthals sehen, wo deine Eltern nach wie vor wohnen. Und schwupps ist auch schon der Motzet vorbei und du bereitest dich auf die Ausfahrt aus dem Level 2 vor. Auf dem Bildschirm steht wiederum in weiss auf schwarz eine Zeile, diesmal „Ankündigung Level 0“. Level 0 heisst, dass wir nach Aussensignalen fahren. Das Ausfahrtsprozedere beginnt natürlich schon weit weg vom eigentlichen Wechsel zu den Aussensignalen. Du hast genaue Punkte, wo du je nach Zuglänge, Zugtyp und Wetter die elektrische Bremse voll anlegen musst, damit es aufgeht und du die Klotz- oder Scheibenbremsen der Wagen nicht brauchst, wenn die Ausfahrt normal verläuft. So kannst du enorm viel Energie ins Netz zurückspeisen, denn die elektrische Bremse ist eine Rekuperationsbremse. Und lange kannst du sie aus 200 voll anlegen, denn es sind enorme Kräfte, die auf den Zug wirken, wenn er 200 km/h fährt. Trägheit der bewegten Masse nennen dies die Physikerinnen und Physiker und die nimmt nicht linear zur Geschwindigkeit zu. Das heisst, dass es immer mehr Energie braucht, um noch ein bisschen schneller zu fahren. Konkret kennst du das gut: So braucht es sehr wenig Bremskraft, um von 40 km/h auf null zu kommen, doch denselben Geschwindigkeitsunterschied bei 200 km/h zu machen, also auf 160 km/h zu bremsen, braucht enorm viel Energie und Zeit. Es macht dir grossen Spass, mit diesen Kräften geschickt umzugehen: Auch heute geht es wieder super auf, du bestätigst dem Computer, dass du nun wieder nach Aussensignalen fahren wirst und in Rothrist bist du auf den vorgeschriebenen 140 km/h.

Tja, die NBS, einerseits magst du sie, andererseits gehört sie nicht zu deinen Lieblingsstrecken. Anfangs warst du stolz, auf einer teuren und technisch hoch gerüstete Hochgeschwindigkeitsstrecke fahren zu dürfen, ein Privileg. Denn es braucht eine Zusatzausbildung und lange nicht alle Lokführer und Lokführerinnen fahren darauf. Und sie führt ja ausgerechnet dort durch, wo du aufgewachsen bist. Du erinnerst dich noch gut an die Proteste gegen die Linienführung mitten durch das Kulturland Mumenthals. Und oft bist du während dem Bau beim Joggen staunend stehen geblieben, um zu sehen, wie da eine ganze Landschaft umgekrempelt wird. Und nun fährst du auf dem Resultat dieser Riesenbaustellen – das ist besonders.
Dann sind da eben die Kräfte. Ein Gefühl dafür zu entwickeln gibt dir eine ganz neue Perspektive auf die im Gymer gelernten Formeln zu Beschleunigung, Trägheit oder Elekrodynamik. Und das Spiel damit gefällt dir, auch die Verantwortung, die du hast, wenn du an den Hebeln zur Kontrolle einer so stark beschleunigten grossen Masse sitzt, ist motivierend. Auch magst du die mentale Erholung, die sie auf langen Fahrten, zum Beispiel von Genf nach Luzern, bietet, die NBS. Denn die Führerstandssignalisation ist nicht nur Abwechslung, sondern bedeutet auch mehr Voraussicht, so dass wir im Regelfall weniger abrupt reagieren können müssen, da schon weit voraus sichtbar ist, wenn man z.B. auf einen anderen Zug aufschliesst. Und bei Regen, Schnee, blendender Sonne zum Sonnenauf oder -untergang oder Dunkelheit siehst du die Signale immer gleich gut, da eben auf dem Bildschirm. Und das Tempo ist meist gleich. Sonst haben wir immer wieder Geschwindigkeitswechsel zu machen, teils bei einer einzigen Bahnhofsdurchfahrt gleich drei oder vier Geschwindigkeiten zu beachten. Die NBS hat aber keinerlei Bahnhöfe und eben nur die eine Weiche. Und lange Zeit kannst du einfach beschleunigen und bremsen. Aber eben, so richtig magst du sie nicht, die NBS. Denn sie kann auch monoton sein. Die ganze Zeit einen Bildschirm im Blick zu haben, auf dem im Normalfall nichts Überraschendes passiert, kann anstrengend sein. Und du bist viel in Tunnels oder Betonwannen unterwegs, was nicht sehr inspirierend ist. Und dann ist noch das Damoklesschwert einer grossen Störung. Wenn es dann mal anders läuft als geplant, musst Du blitzschnell reagieren. Eigentlich läuft die NBS jedoch sehr gut, wir haben sehr wenige Störungen. Mal kann ein Zug nicht 200 fahren, weil technisch etwas nicht stimmt, mal kommst du wegen Schneefall oder Regen kaum vom Fleck, da die Räder zu wenig Halt haben, und erreichst die 200 gar nie. Das ist aber alles harmlos im Vergleich dazu, wenn es dann mal richtig Probleme gibt. Dies kann es einerseits geben, weil streckenseitig die Technik spukt aber auch, wenn die nötige Bordtechnik auf dem Zug spinnt. Die Prüfung, die du machen und regelmässig wieder ablegen musst, um die NBS befahren zu müssen, dreht sich ebenfalls zum Grossteil um die Störungen. Denn, dann wird es halt schnell sehr technisch und du musst gut mit dem Fahrdienstleiter zusammenarbeiten.
Aber eben, sie läuft generell gut: In sechs Jahren hast du es nur gerade zweimal erlebt, dass das System total ausfällt. Einmal war die Infrastrukturseite der Strecke Schuld und dein ICN musste aus Sicherheitsgründen aus 200 km/ auf null abbremsen, da der Funk, der die Signale dir auf den Bildschirm sendet, nicht mehr funktionierte. Das war schon eindrücklich und es stank von den Bremsen her noch nach 20 Minuten nach Verbranntem. Und einmal verstand dein Zug eine Information, die ihm von einer Balise (das ist ein Telegrammsender, der in den Gleisen montiert ist) gesendet wurde, nicht. Auch da gab es eine Vollbremsung aus 200 auf null. Du hast die Bremsung des Systems mit dem Bremshebel übernommen und nur noch gestaunt, wie lange das geht, bis der IC still stand. Solche seltenen Ereignise geben dann immer schöne Geschichten für den Stammtisch im Lokführerzimmer.

Fakten zur Neubaustrecke Mattstetten / Solothurn – Rothrist (NBS):

  • Entstanden im Rahmen des Bahn 2000 Projektes
  • Doppelspurig, ca. 45 km lang (Ast nach Solothurn ca. 10 km)
  • 14.4 km in Tunnels, eine längere Brücke bei Murgenthal
  • Offen für erste Personenzüge ab 12. Dezember 2004 (ECTS Level 0, Aussensignale)
  • Seit Juli 2006 erste Personenzüge mit Signalisation im Führerstand (ETCS Level 2) und Vmax 160 km/h
  • Seit Dezember 2007 Vollbetrieb mit 200 km/h
  • Fahrzeitverkürzung Zürich-Bern um 15 Minuten
  • Heute um die 250 Züg pro Tag
  • Zugfolgezeit 120 Sekunden
  • Zwischen Mattstetten und Rothrist über 100m Höhenunterschied

Dieser Text entstand im Rahmen einer Texttrilogie. Mehr über die Idee dahinter erfährst Du unter Subjektive Wahrnehmung oder vom Blickwinkel – Versuch einer literarischen Annäherung.

Willst Du wissen, wie andere Perspektiven auf die NBS aussehen können? Oder konkret: Wie nahm ich die NBS wahr, als ich daneben aufwuchs? Dann, als Passagier, der keinerlei bahnspezifisches Wissen hat? Dann solltest Du auf Drei Blickwinkel auf die Neubaustrecke (NBS) klicken.