In einer von „Superstimuli“ geprägten Welt, wird unser evolutionär altes Belohnungszentrum regelmässig heftig stimuliert. Mit viel raffiniertem Zucker Angereichertes, Junk Food oder visuelle sexuelle Reize in Werbung, Fernsehen oder Internet sowie Benachrichtigungen oder Likes lassen das zuständige Dopamin in Strömen fliessen. Leider gewöhnen wir uns daran und werden unempfindlicher für schwächere Reize.
Da ist es schön, Inne zu halten und sich der kleinen Freuden des Alltags bewusst zu werden – solche können sein:
- ein frisch bezogenes Bett
- der Duft nach einem Sommerregen
- wenn das bestellte Kleidungsstück wie nach Mass hergestellt sitzt
- Vögel vor dem Fenster beobachten
- an die Bushaltestelle kommen, wenn gerade der Bus ankommt
- mit einem Hund über die Felder gehen und ihn rufen und dann beobachten, wie er freudebebend angerannt kommt
- wenn die fremde Katze, welche regelmässig vor dem Haus rumlungert, einem schon von Weitem zu erkennen beginnt und sich sichtlich auf die Streicheleinheit freut
- zu sehen, wie das im Frühling gesetzte Gemüse gedeiht
- wenn irgendwo überraschend ein Lieblingslied erklingt
- zufällige Begegnungen mit alten Bekannten
- die Farben des Herbstwaldes
- der erste Schnee
- die ersten spriessenden Pflanzen und ersten Blüten im Frühling
- Vorfreude aller Art
- sich ein Rubbellos von der Landeslotterie kaufen
- eine bewusste kleine Belohnung
- ein warmes Bad
- Wenn man selber keinen Hund hat oder von Freunden „ausleihen“ kann: Mit einem vom Tierheim spazieren gehen

Auch er hatte sehr Freude an unserem Spaziergang – Hund vom Tierheim Oberbottigen. - wenn die Tage wieder länger werden
- jemandem etwas schenken, das man selber gerne hätte
- in einem Fluss oder See schwimmen
- freundlich zu einem unfreundlichen Menschen sein und sehen, dass seine Schroffheit weniger wird
- die Patina der Dinge, die einem schon Jahre begleiten