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Welche Gefahren hat das wissenschaftliche Wissen?

Der letzte Beitrag der Serie zeigt auf, wie sich in der Denkgeschichte Methoden und Prozesse herausgebildet haben, die zu einem jeweiligen Zeitpunkt das bestmögliche Wissen ermöglichen.

Dieser offene Prozess führte gerade in den letzten zwei Jahrhunderten zu einem immensen Ansteigen der Erkenntnisse: Das Wissen ist geradezu explodiert.

Eine Folge davon ist, dass es nicht mehr möglich ist, dass ein einzelner Mensch alles wissen und den Überblick behalten kann – Spezialisierung ist nötig geworden.
Dazu hat sich ein Kanon an wissenschaftlichen Disziplinen herausgebildet, der kontinuierlich vergrössert wird: Subdisziplinen entwickeln sich, werden abgespalten, können sich teils als neue Disziplinen etablieren, fächern sich weiter auf etc. Für alles scheint es heute Spezialisten und Spezialistinnen zu geben!

Diese Aufteilung der moderne Wissenschaft in immer kleinteiligere Spezial- und Expertengebiete bringt neben enormem Fortschritt auf vielen Gebieten auch grosse Gefahren mit sich. Denn analog zu Kulturen im allgemeinen (siehe dazu hier) haben wissenschaftliche Disziplinen eine eigene Kultur. Solche Fachkulturen zeichnen sich durch eigene Fachsprachen, Argumentationskulturen oder Traditionen aus. Analog wie bei allen Kulturen werden neue Mitglieder durch Sozialisation in diese Kulturen eingeführt. Das Resultat davon ist eine spezifische Wahrnehmung und Bewertung der Welt – gleich einer Brille sehen die Mitglieder einer Disziplinenkultur die Welt nicht neutral, sondern getönt. Ausserdem werden sie blind für Dinge, die nicht in das disziplinäre Weltbild passen (selektive Wahrnehmung). Auch interessiert kaum mehr, was ausserhalb ihres Gebietes liegt. Gerne spricht man heute ja von Fachidioten, was zwar nicht nett, aber sicher nicht ganz falsch ist.

Neben dieser Gefahr der Verengung des Blickes fördert die Spezialisierung die Gefahr, dass niemand den Überblick hat und die ethisch-moralische Dimension ausser Acht gelassen wird. Gerade heutzutage mit dem Fortschritt z.B in Technik, in der Genetik und in der Medizin drängen sich jedoch vermehrt ethische Fragen auf. Diese werden von den Spezialisten und Spezialistinnen selten thematisiert. Dies ist auch nicht deren Aufgabe. Und sie haben gar nicht das Rüstzeug dazu, dazu müssten sie viel breiter ausgebildet und gefördert werden, was nicht erwünscht ist, da es lange dauern würde und sie weniger erfolgreich im Spezialgebiet machen würde.

Ein gesamtheitlicher, ganzheitlicher Blick aus grösserer Distanz tut hier somit Not und darf nicht vergessen gehen. Die guten alten Universalgelehrten, die einen solchen Blick haben, sind jedoch sehr selten geworden.

Ein Blick ohne Spezialisierung ist auch nötig, wollen verschiedene Disziplinen zusammenarbeiten oder zusammen mit gesellschaftlichen Akteuren ein Vorhaben vorantreiben, was sich bei vielen Problemen der Menschheit aufdrängt (Stichworte Inter- und Transdisziplinarität) – man denke etwa an die Umweltprobleme: Klimaveränderung oder der Verlust der Biodiversität sind nur durch einem ganzheitlichen, universalen sowie pluridisziplinären Ansatz bearbeitbar.

 

Sustine et abstine (20) – der Mensch als geselliges Wesen (6)

Wie gelangen wir zum bestmöglichen Wissen?

Der letzte Blogbeitrag zeigte, dass es kein Wissen gibt, das nicht durch Sprache, Sozialisation und Erfahrungen geprägt ist. Dadurch erhält ein jedes Wissen eine subjektive Komponente und ist relativ.

Denkende Menschen versuchen seit langer Zeit diesem Relativismus zu begegnen, indem sie seit der Antike die Methoden der Wissensgenerierung analysieren, hinterfragen und weiterentwickeln.

Auch das Wissen selber wurde und wird unter die Lupe genommen und immer wieder kritisch hinterfragt.

Angefangen hat diese Analyse  der Erkenntnismethoden und -instrumente und des Status des Wissens an sich bei Aristoteles und führte über mehrere Etappen hin zur modernen Wissenschaftstheorie und -soziologie.

Resultate dieses langen Prozesses der Denkgeschichte sind, dass es heute ein spezifisches wissenschaftliches Wissen gibt, das sich von anderen Wissensarten (z.B. Satzungen der Religionen, Traditionen oder Erfahrungswissen) unterscheidet.

Was ist wissenschaftliches Wissen?

Stichworte zum wissenschaftlichen Wissen sind etwa klare Begriffsdefinitionen, bestimmte Methoden und Prozesse der Wissensgenerierung oder ein strukturierter, systematischer Aufbau von Theoriegebäuden.

Das wissenschaftliche Wissen muss somit gewissen Kriterien Genüge leisten. Dazu gehören z.B. eine klare, schnörkellose Sprache (Wissenschaftssprache) oder logisches Argumentieren. Ausserdem müssen Begriffe, Argumente und Methoden offengelegt werden, so dass sie intersubjektiv überprüfbar sind.

Durch den bewusst nach Kriterien gestalteten Prozess der Wissensgewinnung ist das Wissen dynamisch und wird immer wieder revidiert. Dies teils nur in Details, ab und zu aber erdbebenartig durch die grossen Brüche der Paradigmenwechsel.

Durch diesen offenen Prozess (Wissenschaftsfreiheit), der auch viele soziale Komponenten beinhaltet, wie z.B. Thomas Kuhn schön in seinem Klassiker „Die Struktur der wissenschaftlichen Revolutionen“ (engl. Original 1962) aufzeigte, ist wissenschaftliches Wissen immer nur vorläufig und revisionsanfällig: Im Gegensatz zu Satzungen der Religionen, Traditionswissen oder Ideologien anerkennen Aktive der Wissenschaft, dass das, was heute gilt, morgen vielleicht obsolet sein wird.

Die Grenzen des Wissens sind somit bewusst, man kann höchstens von einer Annäherung an die Wahrheit(en) sprechen und niemals vom Besitz einer endgültigen Wahrheit ausgehen (siehe dazu auch hier).

Festzuhalten bleibt somit, dass auch das beste wissenschaftliche Wissen klare Grenzen hat. Diese zu kennen und zu akzeptieren – sich also auch über das Nichtwissen (sowie prinzipielle Nichtwissenkönnen) Gedanken zu machen – gehört auch zur Generierung von wissenschaftlichem Wissen (Grenzen des Wissens).*

Neben diesen prinzipiellen Grenzen des Wissens gibt es auch beim wissenschaftlichen Wissen Gefahren, denen man sich bewusst sein muss. Diese werden im nächsten Blogbeitrag näher beleuchtet.

*Der Vollständigkeit halber soll erwähnt werden, dass es neben der Vorläufigkeit des Wissens auch prinzipielle Grenzen der Erkenntnis gerade im ganz Grossen und ganz Kleinen gibt (Stichworte Entstehung der Raum-Zeit erst durch den Urknall oder Plankwelt). Diese hier zu erläutern würde den Rahmen dieses Textes jedoch sprengen. Erste Hinweise dazu sind in einem älteren Blogbeitrag zu finden und werden später vertieft behandelt.

Sustine et abstine (20) – der Mensch als geselliges Wesen (6)

Grundlagen und Verortungen (Teil 1)

Wissen, Gedanken und Publikationen zu Weltbildern, zum Menschsein und zur guten Lebensführung sind in den letzten Jahrzehnten explosionsartig angestiegen. Vor diesem Hintergrund gilt es als ersten Schritt nach der Sichtung dieses Wissenskorpus‘, ihn zu ordnen und einige Elemente als Grundpfeiler bewusst auszuwählen: Alles kann nicht berücksichtigt werden, es gilt eine kluge und mutige Wahl zu treffen.

In diesem Blogeintrag werden die Elemente präsentiert, die eine sinnvolle Auswahl als Startpunkt für weitere Schritte hin zu einem kohärenten Weltbild und konkreten Handlungsanleitungen zum Menschsein in der heutigen, komplexen Welt, darstellen.

Bei der Auswahl werden als erstes die Geisteswissenschaften (geisteswissenschaftliche Grundlagen) beleuchtet. In einem separaten Text werden dann als nächstes die naturwissenschaftlichen Grundlagen präsentiert, während ein dritter Teil sich mit weiteren Formen* des Wissens, dem Erfahrungswissen, beschäftigen wird.

Zuerst wird damit geklärt, was für wissen da ist (und was fehlt), was prinzipiell überhaupt analysiert sein kann (und was nicht). Weiter wird beleuchtet, was es heisst, Mensch zu sein und wie ein Leben sinnstiftend geführt werden könnte sowie was kluges Handeln sein könnte.

Aus der geisteswissenschaftlichen Tradition werden schwerpunktartig folgende Elemente beigezogen – im Wissen, dass dies nicht vollständig sein kann und eklizistisch ausgewählt wird (sowie ganz viel anderes implizit einfliessen wird):

  • Antike Philosophie:
    Darunter werden schwerpunktmässig Gedanken aus dem Stoizismus, Konzepte der Sorge um sich selber (bereits von Sokrates begründet), Überlegungen zur Lebensführung (Mässigung, Balance-Halten) oder zum Umgang mit den Lüsten (z.B. Epikur) sowie Gedanken zur wohlüberlegten, klugen Wahl (oder Nichtwahl) zentral sein.
  • Existenzialismus:
    Besonders hervorzuheben gilt es dabei Albert Camus: Seine Gedanken zur Geworfenheit eines jeden menschlichen Daseins und seine Beschreibungen des Absurden der conditio humana an sich werden immer wieder auftauchen. Wichtig werden auch Gedanken sein, die aufzeigen dass diesem (elenden) Zustand nur durch eigene aktive Sinngebung, z.B. durch (soziales) Engagement („l’homme révolté“), eine gewisse Erträglichkeit und ein Sinn eingehaucht werden kann.
    Des Weiteren einfliessen werden Camus‘ Aussagen, dass Glück nur kurze Momente darstellen kann und kein Dauerzustand ist, denn die schönen Momente sind flüchtig und müssen immer wieder erkämpft werden. Und da ist noch das Bild von Sisyphus in Camus‘ Dissertation: Gar er hat seine glücklichen Momente und wir sind alle eigentlich mit ihm verwandt und müssen ein Leben im Dennoch oder im Trotzdem gestaltend abspulen.
  • Friedrich Nietzsche:
    Was er in die Diskussion um unser Dasein als Menschen (z.B. „Gott ist tot“ oder Gedanken zu Macht- und Herrschaftstrieb) einbrachte, ist wohl allgemein bekannt, so dass dies hier nicht weiter ausgeführt werden muss. Begegnen werden wir in unserer Serie immer wieder Elementen aus seinem Denken.
  • Michel Foucault:
    Zwei Hauptgedanken fliessen in die weiteren Überlegungen ein: Einerseits werden wir sehen, dass Macht und Strukturen alles durchdringen und wir uns immer wieder mit ihr verstricken, ob wir wollen oder nicht. Es wird sich zeigen, dass wir keine echten Positionen der Opposition finden können, keine Positionen ausserhalb der Macht – ob wir aber Sand ins Getriebe streuen können und wollen oder uns eine Nische zu schaffen anstreben, müssen wir klug abwägen.
    Neben Gedanken zur Macht bringen wir durch Foucault natürlich auch Gedanken zur Entwicklung von Wissensystemen, zum Übertragen der antiken Konzepte der Sorge um sich selbst (Lebenskunst) in die (Post)Moderne oder Hinweise zur Geschichte und Ausgestaltung der Sexualität mit in unsere Serie hinein.
  • Wirtschaftswissenschaften, insbes. Wirtschaftsethik:
    Wir alle sind tätig und in ein grösseres Wirtschaftsystem eingebetet, ob wir wollen oder nicht. Von der schwierigen Diskussion um das Privateigentum (man denke z.B. an Marx extreme Position dazu) bis hin zu Überlegungen zum Umbruch der Wirtschaft in Zeiten der aufkommenden Digitalisierung werden uns hier einige Themen beschäftigen müssen.
  • Literatur:
    Dabei handelt es sich um ein riesiges Feld, das die ganze Kultur, Sprache und Weltwahrnehmung prägt. Exemplarisch werden wir Gedanken von Thomas Mann (eigenes Leben unter einer Beschreibung führen, als Kunstwerk gestalten und Triebe und Abgründe durch Disziplin im Schach halten) sowie Dostojewski (innere Kämpfe, Ambivalenzen und Widersprüche als Dauerzustand) beiziehen. Viele weitere von Dante bis Sybille Berg werden einfliessen – alle hier zu nennen würde den Rahmen dieser Einleitung sprengen.
  • Weitere VertreterInnen der moderneren Philosophie, insbes. der Wissenschaftstheorie:
    Auch hier ist das Feld, das es abzuschreiten gilt, sehr gross, so dass an dieser Stelle nur exemplarisch auf einige wichtige Elemente verwiesen werden kann, die in der Serie wichtige Grundpfeiler sein werden. So werden etwa Überlegungen zur prinzipiellen Beschränktheit ein jeglichen Wissens, der Sprache und das Gefangen- resp. Geworfen-Sein eines jeden Denken und denkenden Daseins im jeweiligen Moment der Geschichte wichtige Reflexionspunkte darstellen (z.B. Wittgenstein (Sprache als Gefängnis), Heidegger (Welt als (zer)fliessender Zeitstrom)). Erwähnt werden muss namentlich noch Thomas Kuhn: Der beschränkte Status von wissenschaftlichem Wissen (als Abfolge von Paradigmen beschrieben), die Brüche in der Entwicklung des Wissens (kein linearer Prozess, sondern auch ein sozialer), wird uns immer wieder zum Misstrauen gegenüber zu viel Einbildung auf unser eigenes Wissen ermahnen und die von ihm angeregte Stimuli-Ontologie wird in Fragen wie die Welt an sich beschaffen ist und was für eine Rolle unser evolutionär entstandener Wahrnehmungsapparat bei einer solchen Konzeptionalisierung spielt, anregen.
    Generell bringen AutorInnen der Postmoderne, der Sozialanthropologie sowie des Dekonstruktivismus Gedanken zum Hinterfragen unserer eigenen Wahrnehumgs- , Deutungs- und Handlungsmuster auf, die es in der Serie immer wieder zu beachten und reflektieren gilt.
  • Arthur Schopenhauer und fernöstliches Denken:
    Er soll doch noch namentlich erwähnt werden, denn er wird uns Distanz gewinnen lassen bei den dann doch teils eher schwarz eingefärbten, schweren Themen: So betont er auf spielerische Art, dass all diese Machtspielchen und dieses „wer sein“, doch eigentlich in allen Zeiten nur ein Affentheater – jeweils mit anderen Mitteln – sind. Somit soll der Serie ein optimistischer Pessimismus zu Grunde gelegt werden – auch wenn Schopenhauer das wohl nicht passen würde, er würde wohl lieber einem pessimistischen Pessimismus Vorschub leisten.
    Über Schopenhauer gelangt man zum fernöstlichen Denken. Das führt hin zu Achtsamkeits-, Meditations- und Selbsttechniken, die auch eine wichtige Rolle in der Serie spielen werden.
  • Psychologie:
    Aus der Psychologie wird so einiges einfliessen. Alles kann hier nicht erwähnt werden. Dem Systemtheoretischen Hirnmodell wird an anderer Stelle dann eh ein eigener Text gewidmet sein. Denn das aktuelle Wissen zum Aufbau des Gehirns, dessen Funktionsweise und wie Lernen sich darin manifestiert, sind ganz zentral für das Verständnis, was es heisst, Mensch zu sein.

Dies zu den geisteswissenschaftlichen Grundlagen und Verortungen. Als nächstes sollen die naturwissenschaftlichen Grundlagen zur Sprache kommen.

 

*Wissenschaftliches Wissen wird durch ein strukturiertes Vorgehen und klar umrissene Methoden erarbeitet. Ausserdem wird es immer wieder überprüft und revidiert. Treten dabei Widersprüche auf, wird angepasst. Weitere Wissenschaftlichkeitskriterien sind etwa die intersubjektive Überprüfbarkeit, eine Fachsprache mit Begriffsklärungen oder aufbauendes, logisches Argumentieren. Dieses Wissen erhält in der Serie eine Schlüsselposition. Nichtsdestotrotz werden andere Wissensarten (Erfahrungswissen, Intuition u.ä.) auch zur Sprache kommen. Hingegen wird dogmatisches Behaupten (d.h. durch unhinterfragbare Autorität gesetzte, unumstössliche Wahrheiten) sowie einfach so Postuliertes aussen vor gelassen.

Sustine et abstine (2)

Währungen der Anerkennung in verschiedenen Disziplinen

 

Anhand von was wird Anerkennung in den einzelnen Disziplinen vergeben?

Wirtschaftswissenschaften: Papers

Ethnologie: Feldforschungsmonate

Psychologie: Angewendete Arten der statistischen Auswertung

Jurisprudenz/Rechstwissenschaften: Renomee der Kanzlei des Praktikums zum Fürsprecher/Anwalt (auch geht: Preis des Anzuges)

Germanistik: Anzahl gelesener Bücher

Philosophie: Sexiness des Argumentes

Mathematik: Kürze des Beweises

Umweltsissenschaften: Grad der Problemlöseorientierung

Fachhochschule: Anwendungsmöglichkeiten der Resultate in der Praxis

Achäologie: Gefundene Fragmente

Geschichtswissenschaften: Anzahl gesichteter Quellen

Biologie: Nach dem Entdecker benannte Arten

Medizin: Längste Arbeitsschicht ohne zu Schlafen

Ägyptologie: Einen Geldgeber für eine Expedition gefunden zu haben

Amerikanistik: Einen einschlägigen Slang nach Aufenthalt in den USA mitzubringen

Kunstgeschichte: Irgendwas für Geld tun zu können (gilt für einige weitere Geisteswissenschaften ebenfalls)

Medienwissenschaften: Kreatives Layout der Powerpointfolien

Theologie: Eine neue Verbindung zwischen originaler Bibelstelle und heute geschaffen zu haben

Romanistik: Länge und Anzahl der Sprachaufenthalte

Sinologie: Anzahl gelernter chinesischer Zeichen

Interdisziplinärer Fachbereich: Anzahl beteiligter Disziplinen

Transdisziplinarität: Anzahl Praxisparter

Generell Geisteswissenschaften: Anzahl selber erfasster Endnoteeinträge zu Gelesenem (=euphemistisch für „Gesichtetes“)

Generelle Währungen sämtlicher Disziplinen: Namen von grossen Bekanntheiten eines Feldes – auch ohne echten Wissensgewinn – einbringen, Englische Fachausdrücke einstreuen (vor allem Amerikanismen), Vernetzung (heute mehr virtuell als realweltlich), Zitiertwerden und zugehörige abenteuerliche bis dubiose Einflussquantifizierungsversuche auf irgendwelchen Homepages