Dachten früher Menschen an Hexen beim Anblick eines kleinen Häuschens im Wald…
… wird einigen Zeitgenossen heute eher bei einem solchen Häuschen mulmig:
Auch Spass muss sein – hier versammeln sich Textfetzen, die nicht all zu ernst genommen werden sollten…
Hegel zeigte auf, dass der Meister mindestens genau so abhängig vom Diener ist wie umgekehrt – heute fragt sich, wer hier wen an der Leine führt?
Beobachten wir gerade eine Epoche machende Zäsur und bei B.C. wird die Menschheit in Zukunft zuerst an before Corona anstatt an before Christ denken?
Sind wir nicht alle langsam aber sicher pandemüde?
Notflixe! Flucht und Ablenkung garantiert…

Früher beim „Studium“ des Playboys:
Fantasien, was wir dann in real machen werden.
Wie wird es sein, dies und das zu berühren?
Wie wird es riechen, agieren und reagieren, dieses mysteriöse Gegenüber in Fleisch und Blut?
… schlicht unglaublich wird es sein, oh yeah!
Die heute heranwachsende Generation macht es anders:
Realität dient zum Nachstellen der Szenen im Kopf.
Och, wie langweilig: Alles schon gesehen.
Und das Gegenüber macht ja gar nicht das, was ich will!
Viel zu real, wie man schwitzt, riecht und so.
Insgesamt eher mühsam, zu anstrengend.
… Tubesites dagegen yeah!
Ob das eine oder andere besser ist, das bleibe hier mal jedem selber überlassen – erste Gedankenanstösse gab es bereits an anderer Stelle im Blog und das Thema wird später in der Serie sustine et abstine vertieft analysiert.
Wer mehr Anregungen und Hintergrundwissen zum Thema möchte, dem sei der Ted Talk the great porn experiment von Gary Wilson auf youtube empfohlen.
Dass die Gefahren der Internetpornographie grösser sein dürften, als viele vermuten, darauf deuten die über 13 Millionen Views des Talks hin…
Corona – Dystopie wird wahr
Corona – diffuse Ängste nicht rar
Corona – nichts mehr, wie es war
Corona – unsere Schwächen offenbar
Virus setzt dem Staat die Krone auf
Virus gibt Experten Zepter in die Hand
Virus bedeutet des Neoliberalismus′ Untergang
Virus und Normalität wäre plötzlich Luxus
Güterabwägungen allenthalben
Ethische Fragen und Triagen
Krise bis hin zu den Frisuren
An der Börse nur noch Misèren
Tempo und Dichtestress weit weg
Mehr Ruhe und Achtsamkeit
sowie Übungen in Gelassenheit
En vogue plötzlich die Bescheidenheit?
Homeoffice, Homeschooling
Streaming und Internet-Konferenz
Bildschirmzeit schwillt an
Der Datensammler Kassen klingeln
Zu Hause sitzt man zuhauf
Papi nun auch mal daheim
und neu nun er plötzlich weiss,
was Mamisein tatsächlich heisst!
Pflege, Verkauf oder Transport
Wenige wirklich systemrelevant
All denen im Medizinsystem
Hochachtung und grösster Dank!
Grenzen der Globalisierung nun erkannt?
Sollen sie weiter so migrieren –
die Waren, Menschen und Tiere?
Nicht doch besser zurück zum Lokalen?
Und weiter so die Welt konsumieren?
Nein ertönt zu Statusgebluff à la Vielflieger
Zwang und Chance zur Neuorientierung:
Zerbrochen pseudo Wertsysteme
Virus und der Wachstumswahn entzwei?
Virus und Solidarität wird zu mehr als Modewort
Virus vernebelt den Klimaschutz
Virus und temporär, ne Luftreinheit wie am Meer
Corona – sind wir echt für Veränderungen bereit?
Corona – oh je: Nationalismus offenbar nicht passé?
Corona – endet es mal wieder nur im grossen Streit?
Corona – ob das Gute bleibt? Geschichte lehrt: Bloss vielleicht!
Während die Mehrheit zu Hause bleibt, fahren wir Eisenbahnerinnen und Eisenbahner weiter – auch wenn gar die sonst vollen ICs zu Geisterzügen werden.
Geisterbahnhöfe überall, hier das Beispiel Zürich am frühen Samstagabend:
Gar in den sonst arg ausgelasteten ICs fast ein Wagen pro Passagier. Die Züge fahren entlang von leeren Perrons ein:
In den Personalrestaurants wird Social Distancing gross geschrieben:

Die Flughäfen präsentieren sich auch zu den Hauptverkehrszeiten wie in dystopischen Filmen – hier das Beispiel des Flughafens Genf am sonst sehr gut frequentierten frühen Sonntagabend:


Scheint, als ob nur noch die Eisenbahn die Stellung halten würde:
In der zweiten Hälfte Februar 2020 habe ich mich entschlossen, dass 10 Wochen Facebook genug sind.
Dies habe ich in einem letzten Post auf Facebook öffentlich gemacht und kurz begründet.
Den letzten Post habe ich wohl zu wenig lange online gelassen, denn offenbar suchen mich immer wieder ehemalige Facebookfreunde vergeblich auf der Plattform.
Aus diesem Grund findet sich hier der letzte Post nun nochmals:

Weiterführende Gedanken zu meinen Erfahrungen mit Facebook werden später vertieft als eigener Blogtext im Rahmen der Serie „sustine et abstine“ erörtert.
Als Appetitmacher darauf empfiehlt sich schon mal ein kleiner aber feiner Film von ARTE auf youtube:
Vorne in der Lok fährt man ohne Innenbeleuchtung. Man muss sich ja auf die Signale und die Fahrbahn konzentrieren. Auch hat es – abgesehen von den Bahnhöfen – keine Beleuchtung der Gleise. Die Scheinwerfer der Loks sind vergleichsweise schwach. Bildschirme und Anzeigen im Führerstand dimmen wir. Dadurch passen sich die Augen an die Dunkelheit an und man sieht erstaunlich viel auf den langen nächtlichen Fahrten über Land.
Fährt man im Dunkeln länger durch die ländliche Landschaft, fällt einem auf, dass alle grösseren Orte eine rötliche Lichtglocke über sich erzeugen. Bei meinen ersten solchen Fahrten staunte ich oft über dieses Glühen der Städte. Es ist vor allem bei tief hängenden Wolken bereits von weit sichtbar.
Anziehend wirkt dieses Glühen über den grösseren Ortschaften. Gerade an einem kalten, windigen Wintermorgen scheint es einladend, richtiggehend warm.
Fuhr ich jedoch nicht gerade vor zwei Stunden auf dem Weg zum Bahnhof durch meine Stadt an einigen beleuchteten Fenstern vorbei, wo Menschen noch um 3 Uhr alleine vor dem Fernseher sassen? Manchmal in zwei benachbarten Wohnungen, dennoch isoliert? Stiess ich nicht gerade heute früh wieder auf zwei Betrunkene, die mich grundlos arg beschimpften und wer weiss, falls ich näher gekommen wäre, was die mit mir gemacht hätten? Und dann da, bei den Liften für in den Bahnhof runter, waren da nicht – wie fast immer am Wochenende- zwei Gruppen von Jugendlichen am sich aggressiv anbrüllen? Kippte da die Stimmung mal wieder und bald wird aus Anpöbeln und etwas Schupsen brutale physische Gewalt? Oder dann die Verwirrte unten in der Bahnhofsunterführung, die immer mit sich selber redet und von allen ignoriert wird: Ob sie auch heute Nacht von den Ordnungshütern aus dem Bahnhof auf den kalten Vorplatz verjagt wird?
Nicht alles was glüht, bietet auch (menschliche) Wärme!
an regelmässige Bewegung gewöhnter Mensch
ist immer auch seelisch verletzt
wenn es zwickt ihn physisch
und er sich zur Zwangspause hinsetzt
das Ende der Verletzungspause
als ob der Frühling jetzt beginnt
ein Jungbrunnen – raus aus dem Hause!
er fährt, er rennt, als ob er spinnt